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Ernte 2017

17. März 2017

Heute rief mich ein Kunde an und erzählte mir seine Erfahrungen mit der heutigen Ernte.

Es handelt sich um zwei kleine Felder von in Summe 0,5 ha, die 2008 und 2010 in Einzelreihen mit 50 cm Abstand in den Reihen gepflanzt wurden. Eines der Felder hat Hanglage und eher schlechten Boden, das Andere liegt im Talboden und ist daher besser nährstoffversorgt.

Bei beiden Feldern handelt es sich um die zweite Ernte, die wie die Ernte davor, mit Mex durchgeführt wurde. Der Mex brauchte dafür aufgrund der kleinen Felder und der schon fast zu dicken Durchmesser über zwei Stunden.

Das Ergebnis sind mehr als 200 Kubikmeter frische Hackschnitzel mit ca. 55% Feuchtigkeit, die der Kunde in der eigenen Trocknungsanlage auf unter 20% heruntertrocknet.

Hochgerechnet auf 1 ha ergibt das 400 bis 450 Kubikmeter frisches Hackgut. Das ergibt einen jährlichen Zuwachs pro ha von 80-90 Kubikmeter Hackgut.

Ernte Energieholz mit Mex

Archivfoto der ersten Ernte 2012

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Pflegetipps

Jetzt im Herbst sind folgende Dinge zu beachten:

· Wer schon Energieholz stehen hat sollte beobachten ob Wühlmäuse aktiv sind. Die Wühlmausöffnung verschütten, mit einem Stock markieren und in ein paar Tagen nachsehen ob das Loch wieder geöffnet wurde. Bei starkem Befall sollte gegen die Wühlmäuse vorgegangen werden. Ab Oktober bis kurz vor dem ersten Schnee kann mit einem Wühlmauspflug praktisch Gift eingebracht werden. Wühlmäuse sind vor allem auf Standorten mit viel Gras (Futter während Frühjahr bis Herbst) zu finden und in den ersten 2-3 Jahren des Bestandes gefährlich. Jetzt noch Gras mähen und entfernen nimmt Mäusen das Futter und kann sie bewegen wegzuziehen.

· Wer vor hat nächstes Jahr neue Energieholzflächen anzupflanzen sollte rasch Bodenproben nehmen. Vor allem auf Wiesenflächen hat sich gezeigt, dass die Phosphorversorgung oft katastrophal schlecht ist. Hohe Erträge sind dann nicht zu erwarten. Es ist viel einfacher den Phosphorhaushalt im Boden noch vor dem Umpflügen heuer zu verbessern, als nach der Pflanzung. Außerdem wandert Phosphor sehr langsam runter in die Schichten der Wurzeln. Mit dem Pflügen geht das schnell und einfach. Bei Waldflächen ist oft der pH-Wert ein Thema.

· Für Neupflanzungen vor allem für Biobauern ist auch zu überlegen, ob man Folien, wie man sie von den Erdbeeren kennt, verwenden möchte. Die Vorteile sind raschere Bodenerwärmung und daher schnellerer Anwuchs, weniger Pflegeaufwand und man kommt ganz ohne Herbizide aus. Die Nachteile sind die Kosten für die Folie und der Zeitaufwand beim Auslegen und Wegräumen.

· Bestellungen für 2021 bitte bis Ende Jänner machen. Im Jänner und Februar ist es meist kalt genug zum Schneiden der Steckhölzer. Im März ist es meist schon zu warm dafür.

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Mag. Bernhard Riener, Heimberg 12, 3350 Haag . Mobil: +43(0)664 455 79 99 . E-Mail: